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Siedlungsverzeichnis 2000 neu als interaktive Kartenanwendung im Internet
Siedlungen: Einzelhöfe, Weiler, Dörfer, Quartiere und Städte - sind ein prägendes Element der Landschaft und werden auch als räumliche Einheiten wahrgenommen. In der öffentlichen Statistik sind sie selten ein Thema, da die meisten Statistiken auf der Gemeindestruktur aufbauen. Seit 1870 erstellt das Statistische Amt im Anschluss an jede Volkszählung ein Verzeichnis der Siedlungen im Kanton Zürich und liefert für jede Siedlung eine Vielfalt an Zahlen:
  • Anzahl Gebäude, Wohnungen und Bewohner
  • Detaillierte Altersstruktur, Geschlecht
  • Ausländeranteil, Heimat nach Ländergruppen
  • Erwerbstätigkeit und Ausbildung
  • Sesshaftigkeit (Wohnort vor 5 Jahren)
  • Pendlerverhalten
Das Siedlungsverzeichnis 2000 wird erstmals im Geographischen Informationssystem des Kantons Zürich im Internet veröffentlicht, es erscheint nicht mehr in Buchform. Daraus ergeben sich viele Vorteile:
  • Die Suche nach einer Siedlung kann interaktiv über den Namen oder über die Kartendarstellung erfolgen.
  • Die erhaltenen Zahlen können nach einer beliebigen Spalte sortiert werden.
  • Die Zahl der Indikatoren konnte erhöht werden.
  • Nicht zuletzt sind die Siedlungen durch die Kombination mit Landeskarten und Orthophotos besser wahrnehmbar und erhalten ein „reales“ Gesicht.
Definition „Siedlung“

Siedlungen werden definiert als „Einzelwohnstätten oder Gruppen von Wohnstätten mit einer gewissen räumlichen Geschlossenheit, einem räumlichen Zusammenhang, aber auch mit einer deutlichen Abgrenzung gegenüber anderen Siedlungen“. Seit 1950 arbeitet das Statistische Amt bei allen Siedlungsverzeichnissen mit diesem von Windler und Winkler erarbeitetem Siedlungsbegriff. Die Grösse der Siedlung ist für ihre Abgrenzung ohne Bedeutung. Eine Stadt, ein Dorf, ein Weiler oder auch ein bewohnter Einzelhof stellen demnach Siedlungen dar.

Bei der praktischen Eingrenzung von Siedlungen werden in der Regel Wohngebäude zu einer Siedlung zusammengefasst, wenn sie weniger als 100 Meter von einander entfernt liegen. Siedlungen sind damit im Allgemeinen durch mindestens 100 Meter nicht überbautes Land voneinander getrennt. Daneben müssen aber auch Höhenunterschiede, Hindernisse (Täler, Tobel, Gewässer, Bahngeleise, Strassen, Autobahnen usw.) und Verkehrsmöglichkeiten (Brücken, Unterführungen, Bahnübergänge) als trennende oder verbindende Elemente bei der Siedlungseingrenzung berücksichtigt werden.

Da die Siedlungsflächen automatisch aus den Gebäuden der VZ1990 generiert wurden, folgen die Grenzlinien nicht immer den obenerwähnten Kriterien. Relevant für die Auswertungen der Volkszählung nach Siedlungen ist jedoch nicht der absolute Grenzverlauf, sondern nur, dass die Gebäudepunkte innerhalb der richtigen Siedlungsfläche liegen.